Schimmel in der Wohnung

Was ist Schimmel

Unter Schimmel versteht man eine Vielzahl von Pilzarten. Sie sind an der Zersetzung von organischem Material entscheidend beteiligt. Wächst Schimmel in der Wohnung, so erkennt man das oft nicht auf Anhieb. Das Myzel ist weiß. Daher wird es oft noch nicht wahrgenommen. Zur Vermehrung werden Sporen ausgebildet. In der Regel sind diese farbig. Erst dann wird ein Befall erst kenntlich. Der Pilz stößt die Sporen ab. Sie schweben in der Raumluft und können so eingeatmet werden.

Wie entsteht Schimmel

Schimmel benötig zum Überleben Nahrung und Wasser. Die Pilze können sehr viele Nahrungsquellen erschließen. Deshalb ist in der Regel das vorhandene Wasser der beschränkende Faktor. Die feuchte Umgebung entsteht entweder durch Kondenswasser oder durch den Eintritt von flüssigem Wasser. Ein Beispiel für den zweiten Fall wäre ein Rohrbruch. Dadurch sickert Waser in die Wand ein und durchfeuchtet sie. Kondenswasser entsteht an kalten Wänden oder bei sehr hoher Luftfeuchte. Deshalb finden wir Schimmel oft in Kellern oder in Badezimmern.

Welche Arten von Schimmel gibt es

Unter dem Begriff Schimmel wird eine große Anzahl verschiedener Pilze zusammen gefasst. Viele sind hoch spezialisiert. Mit diesen kommen wir nicht in Kontakt. In Wohnungen treffen wir oft auf Schimmel der Gattungen Aspergillus, Penicilium oder Cladysporium. Gesundheitsschädliche Pilze bilden oft dunkle Kolonien. Daher werden sie auch als schwarzer Schimmel oder Schwarzschimmel bezeichnet. Zusammen mit den Pilzen kommen oft auch Bakterien vor. Sie zeigen eine sehr feuchte Umgebung an.

Welche Symptome entstehen durch Schimmel

Die Pilzsporen gelangen als erstes in den Atemtrakt. Dort wirken sie auf den Menschen. Typisch sind Erkrankungen der Atemwege bis hin zu Asthma. Kindern zeigen eine allgemein schlechtere Gesundheit, wenn sie über längere Zeit Schimmelsporen ausgesetzt waren. Bronchitis und Heuschnupfen werden ebenfalls verursacht. Dabei ist jeder Mensch individuell empfindlich. Die gleiche Belastung führt bei einer sensibleren Person zu Symptomen. Während eine robustere Person keine Anzeichen spürt. Übrigens, der typische oft muffig – schweißige Geruch feuchter Räume wird fast immer von Bakterien produziert.

Was kann ich gegen Schimmelbelastung tun

Erst einmal ist es wichtig zu wissen, ob überhaupt eine Schimmelbelastung vorliegt. Die Symptome können auch andere Ursachen haben. So führen auch Feinstaub und Chemikalien zu Atemwegsreizungen. Deshalb ist es wichtig, einen Schimmeltest zu machen. Wurde ein Befall festgestellt, muss die Ursache beseitigt werden. Man darf sich nicht dazu verleiten lassen, einfach nur etwas vor den Fleck zu stellen oder die Stelle zu übermalen. Dadurch verschlimmert man das Problem. Es gilt also erst einmal die Ursache, nämlich das zu Viel an Wasser zu beseitigen. Wenn möglich sollte das befallene Material entsorgt werden.

Einen ausführlichen Überblick über die Thematik finden Sie im Leitfaden des Umwelt Bundesamtes