In unserem Wasser können verschiedene Schadstoffe vorkommen. Im Folgenden werden die wichtigsten Schadstoffe in Trinkwasser einzeln betrachtet. Ihr Ursprung und das Auftreten werden beschrieben. Am Ende der Beiträge findet sich eine kurze Beschreibung möglicher Symptome. Ob und welche Schadstoffe in ihrem Trinkewasser vorkommen entdeckt der WaLuCheck Wasser Test.

Blei

Blei im Trinkwasser kann sowohl aus dem Grundwasser als auch aus Wasserleitungen stammen. Wenn der Grenzwert am Wasserhahn überschritten wird, so liegt das in aller Regel an dem Material der Hausleitungen. Dabei sind oft nicht die eigentlichen Rohre das Problem. Oft wird das Blei aus Verbindern, Absperrhähnen oder anderen Komponenten der Hausinstallation herausgelöst. In diesen Bauteilen darf Blei als Legierungsbestandteil enthalten sein. Bleifreie Komponenten sind erhältlich, haben aber einen viel höheren Preis. Tatsächlich finden wir bei WaLuCheck Untersuchungen oft Blei im Trinkwasser. In der Regel unterhalb des Grenzwertes.
Blei hat einen Grenzwert von 0,01 mg/l. Es sollte aber überhaupt nicht im Trinkwasser vorkommen. Der Körper lagert Blei ein, wodurch es über lange Zeit zu einer schleichenden Vergiftung kommt. Typische Symptome sind Müdigkeit, Kopfschmerz und Nervenschäden. Besonders Kinder und Schwangere sind gefährdet.

Nitrat

Nitrat gelangt durch Düngung in den Boden und von dort ins Grundwasser. Es kann in den Wasserwerken nur mit erheblichem Aufwand aus dem Wasser entfernt werden. Daher begnügt man sich meistens damit nitratreiches Wasser mit nitratarmen Wasser zu mischen. So erhält man Trinkwasser, dessen Nitratgehalt unter dem Grenzwert liegt. Die Trinkwasserverordnung legt eine maximale Konzentration von 50 mg/l für Nitrat fest.
Nitrat steht in dem Verdacht durch Umwandlungsprozesse im Darm Krebs auszulösen. Allerdings nehmen wir Nitrat in größeren Mengen auch durch Grüngemüse auf, so das das Nitrat aus dem Trinkwasser nicht so sehr ins Gewicht fällt. Unstrittig ist die Gefahr durch Nitrat im Trinkwasser für Babys. Sie bilden daraus Nitrit, welches die roten Blutkörperchen belegt. Es kommt zu einer Sauerstoff Unterversorgung. Weiterhin wirkt Nitrat im Trinkwasser als Dünger. So begünstigt es das Wachstum von Bakterien in der Wasserleitung.

Wasserhärte und Kalkgehalt

Leitungswasser muss eine bestimmte menge an Kalk enthalten. Es schützt die Wasserleitungen vor Korrosion und wird teilweise gezielt zugesetzt. In Regionen mit kalkreichem Grundwasser ist bereits ausreichend Kalk enthalten. Der Kalkgehalt wird auch durch die so genannte Wasserhärte beschrieben.
Kalk ist nicht gesundheitsschädlich und kann vom Menschen auch in größeren Mengen aufgenommen werden. Es ist sogar lebenswichtig. Allerdings ist es nicht zwingend nötig, Kalk durch das Trinkwasser aufzunehmen. Viele Kulturen versorgen sich seit Jahrtausenden mit kalkfreiem Regenwasser. Selbst hier sind keine Mangelerscheinungen bekannt.
Schädlich ist Kalk nur für Geräte, da es auch wieder aus dem Leitungswasser abgeschieden werden kann. Die sich bildenden Kalkkristalle setzten sich auf Oberflächen fest oder verstopfen Rohre. In diesem Zusammenhang muss vor Entkalkern auf Basis von Ionentauschern gewarnt werden. Diese tauschen Calcium Ionen gegen Natrium Ionen. Die Natrium Ionen bilden zwar keine Beläge, sind aber gesundheitlich bedenklich.

Medikamente und Hormone

In den letzten Jahren werden vermehrt Medikamente und hormonell wirkende Stoffe im Trinkwasser gefunden. Diese gelangen ins Grundwasser, indem sie von Menschen eingenommen und dann wieder ausgeschieden werden. Über das Abwasser gelangen sie dann in Flüsse. Bei der Gewinnung von Uferfiltrat kann es dann auch ins Trinkwasser gelangen. Man benötigt also größere Siedlungen an einem Fluss und eine Gewinnung von Uferfiltrat flussabwärts, um Medikamente oder Hormone im Trinkwasser finden zu können. Auf dem Weg ins Grundwasser werden die Stoffe massiv verdünnt.
Nichts desto trotz sind negative Auswirkungen bekannt. So wurden bei Schnecken und Fischen Veränderungen in der Geschlechterverteilung bzw. der Fruchtbarkeit festgestellt. Allerdings wurden diese Studien in Fließgewässern vorgenommen, nicht mit Grundwasser. Zum Teil wird ein veränderter Ablauf der Pubertät auf das Vorhandensein von hormonellen Substanzen im Trinkwasser zurückgeführt. Diese Ergebnisse sind aber umstritten.

Kupfer

Kupfer wurde viel in Trinkwasser Installationen eingesetzt. Besonders dort, wo Wärme übertragen wird oder ein Rohr gebogen werden muss, wurde und wird Kupfer verwendet. In diesen Rohrleitungen hat es Kontakt mit dem Trinkwasser. Allerdings ist Kupfer beiden üblichen Bedingungen sehr schlecht wasserlöslich. Es sollte daher nicht im Trinkwasser zu finden sein. WaLuCheck Messungen zeigen jedoch immer wieder, dass Kupfer in Trinkwasser vorkommt. Zum teil auch oberhalb des Grenzwertes. Dies kann mit Temperatur- und pH-Wert Schwankungen zu tun haben.
Kupfer ist für viele Lebewesen sehr giftig. So enthielt hochwirksames Schneckenhorn ein Kupfersalz als Wirkbestandteil. Der Mensch ist relativ unempfindlich auf Kupfer. Mit Ausnahme von Säuglingen und Kleinkindern. Bei Säuglingen ist eine kupferbedingte Leberzirrhose bekannt. Ein Zusammenhang zwischen Kupfer und der Alzheimer Krankheit wird diskutiert.