Oft steht man vor dem Problem, eine Schadstoffbelastung in der Raumluft sofort abstellen zu müssen. Dann sind schnelle, einfache Lösungen gefragt. In diesem Abschnitt erhalten Sie Tipps mit welchen einfachen Mitteln sie eine Belastung reduzieren können. Natürlich muss man wissen, welche Belastung auftritt, um die richtigen Schritte zu ergreifen. Langfristig sollte immer die Ursache abgestellt werden. Nur so ist sichergestellt, dass das Problem nicht erneut auftritt.

Was tun bei Schimmel in der Raumluft?

Schimmelpilze benötigen ausreichend Feuchtigkeit, um zu wachsen. Dabei ist das so genannte freie Wasser entscheidend. Dieses bildet sich an der Oberfläche (z.B. einer Mauer) und steht im Ausgleich mit der Raumluftfeuchte. Freies Wasser kann also verdunsten oder durch Kondensation mehr werden. An der kalten Stellen scheidet sich Kondenswasser ab, wie an der Wand eines Glases mit kaltem Wasser. Das Kondenswasser erhöht die Menge an freiem Wasser. Hält dieser Zustand lange genug an, kann an dieser Stelle Schimmel wachsen.
Zur Reduzierung der Schimmelbelastung muss man also die Luftfeuchte reduzieren oder die Oberflächentemperatur erhöhen.

Luftfeuchte reduzieren

Die Feuchte der Raumluft lässt sich durch Lüften oder Luftentfeuchter verringern. Besonders wichtig ist Lüften, wenn gerade viel Wasser im Raum freigesetzt wurde, etwa durch Kochen oder Duschen. Kellerräume sollten sie nur in der kalten Jahreszeit lüften. Im Sommer besteht die Gefahr, dass die von draußen kommende warme und feuchte Luft die Kellerwände mit Wasser beschlägt.

Temperatur erhöen

Die Oberflächentemperatur einer Wand lässt sich erhöhen, indem man die Raumtemperatur erhöht oder die Isolierung verbessert. Durch heizen lässt sich die Raumtemperatur und damit meist auch die Oberflächentemperatur der Außenwand schnell und einfach erhöhen. Allerdings ist das energieaufwendig. An sich besser ist es, die Außenwand zu dämmen. Das ist erst einmal mit einer höheren Investition verbunden. Mieter haben hier nur eine beschränkte Handlungsmöglichkeit.
Man sollte darauf achten, dass die Raumluft immer an der Außenwand zirkulieren kann. Also z.B. Schränke mit 10cm Abstand zur Wand aufstellen.
Schimmelpilze könne durch entsprechende Mittel kurzfristig abgetötet werden. Entweder man entscheidet sich für fertige Produkte aus dem Baumarkt. Diese enthalten in der Regel Fungizide. Oder man verwendet Hausmittel wie Essigessenz oder Isopropanol. Hier muss vorher die Verträglichkeit mit dem Untergrund überprüft werden.

Was tun bei Chemikalien?

Erhöhte Konzentrationen an Chemikalien in der Raumluft haben oft eine bestimmte Quelle. Idealerweise können sie diese finden und eliminieren. Das können z.B. Kosmetika, Alkohol oder Reinigungsmittel sein. Die Lösung ist dann denkbar einfach: Deckel drauf, fertig. Ist die Quelle für eine Chemikalie ein Möbel, besteht evtl. die Möglichkeit es an einer gut belüfteten Stelle zwischenzulagern, bis die meisten Stoffe ausgegast sind.
Handelt es sich bei der Quelle um einen Bodenbelag oder eine Wandfarbe, wird eine Entsorgung schwierig. Hier hilft nur sehr häufiges Lüften. Wenn möglich, sollte für einen möglichst konstanten Luftaustausch gesorgt werden. Tatsächlich ist bei einer Belastung mit Chemikalien das dauerhaft gekippte Fenster besser als Stoßlüften.

Sonderfall Formaldehyd

Manche Chemikalien sind wasserlöslich oder stark reaktiv. So löst sich Formaldehyd sehr gut in Wasser. Daher senkt ein Zimmerbrunnen die Formaldehydkonzentration in der Raumluft deutlich. Man sollte das Wasser häufig wechseln. Denselben Effekt erreichen Sie mit Zimmerpflanzen. An deren Oberfläche und an der Erde reagiert Formaldehyd ab und wird so aus der Raumluft entfernt. Aber Achtung. Zimmerbrunnen und auch zu viele Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchte, was wiederum die Gefahr der Schimmelbildung erhöht.

Hausstaub, Feinstaub, Allergene

Staub in Wohnungen hat verschiedene Quelle. Stoffe geben Fasern ab, aus Putz und Wandfarben lösen sich kleinste Partikel und schließlich geben die Bewohner selbst Hautschuppen und Haare ab. Diese Teilchen sind erst einmal ziemlich harmlos, es sei denn man ist auf Tierhaare allergisch. Sammelt sich aber der Staub, so bildet er ein eigenes kleines Ökosystem. Hier wachsen Schimmelpilze und Bakterienkolonien.

Problematische Partikel

Noch ungesunder wird es, wenn Druckertoner und Ruß dazu kommen. Weiter können von draußen Feinstaub aus Verkehr und Industrie ins Haus gelangen. Dazu können je nach Jahreszeit Pollen kommen, die bei Allergikern Heuschnupfen auslösen. Deshalb macht es Sinn, den Hausstaub zu entfernen.
Einfachste und wichtigste Maßnahme ist feuchtes wischen der Oberflächen. Durch den nassen Lappen werden die Partikel sicher aufgenommen und entfernt. Natürlich muss auch hier auf Hygiene geachtet werden.

Staub entfernen

Allerdings gibt es auch Oberflächen z.B. Teppiche oder Polster, die man nicht wischen kann. Hier wäre es ein großer Fehler mit einem handelsüblichen Stabsauger zu saugen. Diese Geräte, die den Staub über Filter oder Zyklone abscheiden, blasen die feinen Partikel direkt wieder heraus. Nur die großen Teilchen werden zurück gehalten, der feine Staub wird aufgewirbelt und neu verteilt. Hinzu kommt, dass sich in Staubsaugerbeuteln ein ideales Kleinklima zum Wachstum von Schimmel, Bakterien und Hausstaubmilben bildet. Verwenden Sie zum Staubsaugen immer Sauger, die mit Wasser als Abscheider arbeiten. (HIER UNSER TIPP)