Wie kommt der Feinstaub ins Haus?
Ein Vergleich von Druckertonern

Die Feinstaubdiskussion ist in vollem Gange. Meistens begegnet er uns im Freien. Feinstaub durch Autoabgase. Feinstaub aus Fabrikschloten. Doch auch in Wohnungen und Büros finden wir Feinstaub. Wie kann er dorthin gelangen?

Auch im Wohnumfeld finden sich Quellen für Partikel. Eine wichtige Quelle, insbesondere wenn man Büroarbeitsplätze betrachtet stellen Drucker dar. Im Büro allgegenwärtig sind sie inzwischen auch in den meisten Haushalten vorhanden. Weit verbreitet sind die Laserdrucker, die mittels Laserstrahl Tonerpartikel auf dem Papier fixieren. Dabei kommt es allerdings vor, dass nicht alle Partikel wirklich fest auf dem Papier haften. Sie fallen ab oder gelangen schon vorher am Druckprozess vorbei in die Umgebungsluft. Hier könne sie die Umgebung erheblich belasten. Dabei kommt es darauf an, wie viel Toner freigesetzt wird und welche Partikelgröße der Toner hat. Die Menge der freigesetzten Partikel ist natürlich stark vom jeweiligen Gerät abhängig. Die Größenverteilung der Tonerpartikel ist jedoch herstellerabhängig, da ein Hersteller i.d.R. immer dasselbe Verfahren zur Herstellung des Toners anwendet.

Da bei Messungen in der Nähe von Druckern immer wieder erhöhte Partikelmengen festgestellt werden wurde ein kleines internes Forschungsprojekt dazu durchgeführt. Es wurden Toner unterschiedlicher Hersteller besorgt und unter dem Mikroskop betrachtet. Die Unterschiede waren z.T. erheblich. In Bild 1 ist ein Toner dargestellt, der sich durch eine recht homogene Partikelgröße auszeichnet.
Die Partikel dieses Toners bewegen sich im Größenbereich von 1,5 µm bis 4 µm. Partikel dieser Größe sind nur teilweise lungengängig. Sie brauchen zwischen 6 Stunden (1,5µm) und 0,75 Stunden (4µm) um von 1,5 m Höhe auf den Fußboden zu schweben. Es ist zu erwarten, dass diese homogenen Partikel technisch gut beherrscht werden können und somit kaum in die Umgebung gelangen.

Bei dem zweiten untersuchten Toner handelt es sich um ein günstigeres Produkt, das jedoch auch typischerweise in Büros verwendet wird. Das Partikelbild dieses Toners ist in Bild 2 dargestellt.

Die Partikel dieses Toners sind deutlich inhomogener. Sowohl was die Größe als auch die Form anbelangt. Man sieht zwei Arten von Partikeln. Große Teilchen mit Durchmessern von 2 µm bis 11 µm und einen großen Anteil sehr feinen Staubs. Diese Partikel bewegen sich im Größenbereich deutlich unter 0,5 µm. Es handelt sich also um Nanopartikel. Die Inhomogenität und Unförmigkeit der großen Teilchen deuten auf eine schlechte Ausnutzung des Toners und u.U. technische Probleme hin. Das Auftreten der Nanopartikel ist sehr bedenklich. Derart kleine Teilchen setzen sich praktisch nicht mehr ab, bleiben also in der Raumluft in Schwebe. Zusätzlich stehen Nanopartikel im Verdacht im Körper wesentlich schädlicher zu wirken, als der eigentliche Stoff aus dem sie bestehen.

Feinsatub Drucker

 

Bild 1

Toner mit sehr homogener Partikelgrößenverteilung

Feinsatub Toner

 

Bild 2

Toner mit inhomogener Partikelverteilung

In diesem Fall empfehlen wir unseren Luft-Check 

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Dieslruß
Warum tränen die Augen?

Ein Mann werkelte gerne in seinem Hobbyraum. Allerdings konnte er sich dort nicht lange aufhalten. Nach ca. 2 Stunden waren seine Augen rot und tränten. Da der Hobbyraum im Keller war, dachte zuerst an Schimmel. Er machte einen WaLuCheck „Luft“ um eventuelle Schimmelsporen zu finden. Leider fanden sich nur relativ wenige Schimmelsporen. Für einen Kellerraum sogar erstaunlich wenige. Aber etwas anderes wurde bei der Betrachtung des Feinstaubs klar. In der Probe befanden sich ungewöhnlich viele Rußpartikel. Nach Rücksprache wurde klar, dass sich der Hobbyraum direkt neben dem Heizungsraum befand. Offensichtlich kam zu viel Luft aus dem Heizungsraum in den Hobbyraum. Ob schlussendlich der Ruß an den Symptomen Schuld war oder andere Stoffe aus der Verbrennungsluft ist nicht klar. Klar war aber, dass eine ordentliche Abdichtung zwischen den beiden Räumen das Problem lösen würde.

Tatsächlich findet sich immer wieder Ruß in Raumluftproben. Dieser stammt aus Holzöfen, Zigarettenrauch, der Straße nebenan oder Nachbars Kamin. Wenn es darum geht, die Quelle zu finden, hilft oft ein Blick auf den Ruß selbst. Die unterschiedlichen Rußarten sehen nämlich deutlich verschieden aus. In Bild 1 ist Dieselruß unter dem Mikroskop dargestellt. In Bild 2 sind Rußteilchen aus einer Holzverbrennung zu sehen.

Dieselruß und Holzruß unterscheiden sich deutlich. Während Dieselruß aus lauter kleinen Tröpfchen besteht, kann bei Holzruß noch deutlich die Struktur des Holzes erkannt werden. Typischerweise ist Dieselruß auch deutlich kleiner als die Verbrennungsreste von Holz.

Dieselruß

 

Bild 1

Dieselruß

Holzruß

 

Bild 2

Holzruß

Wasserfilter – was kann er – worauf muss ich achten

Trinkwasser ist unser wichtigstes Nahrungsmittel. Es ist deshalb besonders entscheidend, dass es gesundheitlich unbedenklich ist. Leider können aus verschiedenen Quellen Schadstoffe ins Trinkwasser gelangen. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, besteht die Möglichkeit eine Filtereinrichtung einzubauen. Diese besteht meist aus den drei Grundkomponenten: Partikelfilter – Aktivkohlefilter – Membranfilter. Der Partikelfilter ist dafür zuständig, grobe Teilchen zurück zu halten. Das schützt vor allem die nachgelagerten Filter vor Verschmutzung. Es stellt auch einen ertsen Reinigungsschritt für das Wasser dar. Aktivkohle ist ein wichtiger Sammler für organische Schadstoffe, z.B. Pestizide oder Lösemittel. Je nach Modifikation kann Aktivkohle auch Anorganika entfernen, z.B. Nitrat oder Chlor. Die Osmosemembran ist für gelöste Ionen unpassierbar. Die überschüssigen Ionen werden mit einem zusätzlichen Wasserstrom abgeführt.

Je nach Wasserbelastung macht der Einsatz einer Wasserfiltereinrichtung durchaus Sinn. Beim Einkauf sollte man aber auf Qualität achten. Leider gibt es eine ganze Anzahl sehr preisgünstiger Anbieter, die Produkte minderer Qualität anbieten. Diese sollte man meiden und besser zu Qualitätsprodukten greifen. Weiterhin ist es sehr wichtig, die Wechselintervalle für die Filter zu beachten. Beim Filterwechsel sollten auch die fest installierten Komponenten gereinigt werden. Eine hausinterne Untersuchung zeigte bei Filtern, die nach 1 Jahr gewechselt wurden, erheblichen biologischen Bewuchs. In Bild 2 ist die Stirnseite einer Aktivkohle Filterkerze aus der Untersuchung zu sehen. Man erkennt deutlich den Biofilm, der sich dort gebildet hat.

Diese Aktivkohle Filterkerze befand sich vor der Osmosemembran. Da die Membran für Bakterien undurchlässig ist, bietet sie hier einen gewissen Schutz. Allerdings befand sich nach der Membran, also auf der Reinwasserseite nochmals ein Aktivkohlefilter. Aus diesem wurde Wasser entnommen und auf einen Nährboden aufgebracht. Der Nährboden dient vorhandenen Mikroben als Lebensgrundlage. Sie können dort wachsen und werden so nach ein paar Tagen als kleine Punkte sichtbar. In Bild 2 ist ein Nährboden zu sehen, der mit 0,2 ml Wasser aus der Reinwasserseite beimpft wurde.

Wie die Beprobung zeigt, befinden sich sehr viele koloniebildende Einheiten (kbE) in der Wasserprobe. Ein mikrobieller Befall der Filterkartusche im Reinwasser konnte somit klar nachgewiesen werden. Auch bei Untersuchungen von eingebauten Wasserfiltern im Betriebszustand stellten wir erhebliche Keimbelastungen fest.

Dichtfläche Aktivkohlefilter

 

Bild 1

Dichtfläche einer Aktivkohle
Filterkerze nach 1 Jahr

Bakterienkolonien im Reinwasser

 

Bild 2

Bakterienkolonien im Reinwasser
einer Wasserfiltereinheit

Wasserschaden
Ein muffiger Geruch

In einem Haus war ein Wasserschaden, verursacht durch einen Riss in einer Wasserleitung. Das Wasser lief in den Zwischenraum einer Gipskartonwand. Natürlich setzte daraufhin Schimmelwachstum ein. Der Schaden wurde bemerkt. Die Wasserleitung repariert und eine Sanierungsfirma damit beauftragt, den restlichen Schaden zu beseitigen, was sie augenscheinlich zur Zufriedenheit aller auch tat.

Jahre später bemerkte die neue Mieterin einen unangenehmen muffigen Geruch in der Wohnung. Der Geruch trat hauptsächlich bei feuchten Wetterlagen auf. Im Rahmen einer größeren Begutachtung wurden auch Luftproben auf Schimmel mit dem WaLuCheck Testset entnommen. Eine Probenahmestelle befand sich in einem Zimmer auf der einen Seite der ehemals betroffenen Wand. Die zweite Probenahmestelle befand sich auf der anderen Seite der Wand. Dort war das Badezimmer. Bild 1 zeigt die Schimmelprobe aus dem Zimmer. Die Wand in diesem Zimmer wies keine Schimmel- oder Stockflecken auf.

Beide Proben weisen eine erhöhte Zahl an Pilzkolonien auf, was auf einen Befall hindeutet. Zusätzlich finden sich in der Probe aus dem Bad Kolonien von Aspergillus versicolor. Diese weisen oft auf einen alten Wasserschaden hin.

Tatsächlich stellte sich heraus, dass bei der damaligen Sanierung nur die Wandseite zum Zimmer hin ausgetauscht wurde. Die Gipskartonplatten auf der Badseite waren noch die alten. Offensichtlich wurden sie seinerzeit nicht ausgetauscht, weil sonst auch die Fliesen hätten erneuert werden müssen. Die noch immer vorhandenen Pilzkolonien waren normalerweise in einem Ruhezustand, da es ihnen an Feuchtigkeit fehlte. Trat jedoch erhöhte Luftfeuchtigkeit, vielleicht sogar etwas Tauwasser auf, so begann ihr Stoffwechsel und erzeugte den muffigen Geruch.

Schimmelprobe Zimmer

 

Bild 1

Schimmelprobe aus dem Zimmer

Schimmelprobe Bad

 

Bild 2

Schimmelprobe aus dem Bad