Wie kommt das Blei ins Trinkwasser

Blei kann geologisch bedingt in Grundwasser vorkommen. Hier wird es jedoch vom Wasserversorger entfernt. Das Metall ist ein Werkstoff mit langer Tradition und vielen technisch wichtigen Eigenschaften. Es wurde als Additiv in Kraftstoffen eingesetzt. Dies ist jedoch seit den 1980er Jahren nicht mehr zulässig. Aufgrund seiner guten Verarbeitbarkeit, Haltbarkeit und antiseptischen Eigenschaften wurde Blei gerne für Wasserleitungen verwendet. Dies ist auch der Hauptweg, wie es in den menschlichen Körper gelangt. Auch der Kalkgehalt und der pH-Wert des Wassers spielen ein Rolle. Je saurer und kalkärmer das Wasser ist, desto besser kann der Schadstoff aus den Rohren gelöst werden.

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Gesundheitliche Folgen

Abgesehen von manchen Berufsgruppen die viel mit Blei arbeiten, kommen heutzutage fast ausschließlich chronische Vergiftungen vor. Dabei erfolgt eine Aufnahme ohne Symptome über eine lange Zeit. Blei wird in Knochen eingebaut und hat dort eine Halbwertszeit von 30 Jahren. So kommt es zu einer langsamen Anreicherung. Langzeitfolgen sind dann eine reduzierte motorische Leistungsfähigkeit und Einschränkungen in der Intelligenz. Typisch ist auch eine Erhöhung des Blutdrucks. Kinder bis 6 Jahre sind besonders gefährdet, da sie das Metall stärker aufnehmen als Erwachsene. Besonders kritisch sind Schäden am sich entwickelnden Nervensystem. Blei wird im Laufe der Schwangerschaft und Stillzeit verstärkt mobilisiert. Es ist in der Lage die Plazentaschranke zu überwinden und wird so an den Fötus weitergeleitet. Gerade in diesem sensiblen Entwicklungsstadium können schon kleine Bleikonzentrationen Schäden am Nervensystem oder der Motorik hervorrufen.

Das Umweltbundesamt empfiehlt, dass Kindern und Schwangere kein bleihaltiges Wasser zu sich nehmen sollten. Auch wenn die Bleikonzentration unterhalb der Grenzwerte liegt.

Wo wurden Bleirohre verbaut?

Der Einbau von Blei als Trinkwasserrohre war bis 1973 in der BRD zulässig. Für den Bereich der ehemaligen DDR liegen keine gesicherten Zahlen vor. Nachweisbar wurden hier noch bis in die 1980er Jahre Bleileitungen eingesetzt. In Westdeutschland wurden Bleirohre hauptsächlich in Nord- und Mitteldeutschland eingebaut. Besonders gefährdet sind alte Häuser, in Regionen, die bereits vor 1940 mit höheren Wohnhäusern bebaut wurden, in Nord- Mittel- und Ostdeutschland. Insbesondere in alten Ballungsräumen

Wie kann ich mich schützen

Bei sichtbaren Rohrleitungen kann man sehr leicht unterscheiden, ob es sich um Bleileitungen handelt oder Rohre aus Eisen. Versuchen Sie, das Rohr mit einem Taschenmesser anzuritzen. Ist dies möglich handelt es sich um ein Bleirohr. Dieser Test funktioniert natürlich nur bei zugängigen Rohren. Vielfach wurden aber auch Hauszuleitungen aus Bleirohren ausgeführt. Sicherheit bietet ein Wassertest. Hier erfahren sie zuverlässig, ob sich Blei im Trinkwasser findet. Wird das Metall festgestellt, so bietet eine Anlage zur Wasserreinigung auf Basis der Umkehrosmose einen sicheren Schutz.