Bakterien im Trinkwasser

Trinkwasser – früher eine große Gefahr

Cholera, Typhus und Hepatitis A sind durch Bakterien im Trinkwasser übertragbare Krankheiten. Sie führten in früheren Zeiten zu verheerenden Seuchen. Der letzte Fall einer großen Epidemie in Deutschland war die Cholera in Hamburg im Jahre 1892. Dabei starben  8.605 Menschen. In jüngerer Zeit verzeichneten Ismaning bei München und Jena noch Ausbrüche von Krankheiten, die über das Trinkwasser verbreitet wurden. In Ismaning erkrankten im Jahr 1978 2.450 Personen an der Ruhr. Der Ausbruch von Thyphus in Jena im Jahr 1980 führte zu 65 Erkrankten. Eine Ansteckungsgefahr für derart gefährliche Krankheiten besteht im deutschen Trinkwassernetz nicht.

Colifome Keime

Unter der Gruppe der coliformen Keime fasst man eine ganze Gruppe von Bakterien zusammen. Wichtige Vertreter sind die Gattungen Citrobacter, Enterobacter oder Escherichia. Die Gruppe der coliformen Keime zeigt bei bestimmten Tests das selbe Verhalten. Dadurch lassen sie sich schnell und sicher bestimmen. Sie sind fakultativ anaerob. Das bedeutet, dass sie sowohl unter Sauerstoffabschluss, als auch mit Sauerstoff wachsen. Durch diese Anpassung können sie in den meisten Umgebungen existieren. Unter den coliformen Keimen befinden sich auch Krankheitserreger. Ihre wichtigste Eigenschaft ist aber die Zeigerfunktion für fäkale Verunreingungen. Dadurch dass coliforme Keime in großer Zahl im Verdauungstrakt vorkommen, findet man sie überall dort, wo es zu einer solchen Verschmutzung kam.

Escherichia Coli

Escherichia Coli oder kurz E. coli ist ein weit verbreitetes Bakterium. Dabei kommt es typischerweise im Verdauungstrakt der meisten Tiere vor. Dieses Bakterieum gehört zur Gruppe der coliformen Keime. Im menschlichen Darm übernimmt E. coli wichtige Funktionen. So produziert es zum beispiel Vitamin K. Allerdings existieren auch einige Stämme des Bakteriums, die Krankheiten verursachen. Typisch sind Durchfallerkrankungen, wie die Reisediarrhoe. Im Jahr 2011 verursachte ein spezieller Stamm EHEC den Ausbruch der HUS Epidemie in Norddeutschland. In dessen Verlauf starben 53 Menschen.

Legionellen

Unter Legionellen wird eine Gruppe von Bakterien zusman gefasst. Die für den Menschen wichtigste Art ist Legionella pneumophila. Sie ist der Erreger der so genannten Legionärskrankheit oder Legionellose. Dabei handelt es sich um eine Lungenentzündung. Diese kann tödlich verlaufen. Aber wie gelangen die Bakterien in die Lunge? Tatsächlich ist es völlig ungefährlich Legionellen zu trinken. Sie entfalten ihr gefährliches Potential erst, wenn das Waser vernebelt wird. So können kleinste Tröpfchen in die Lunge gelangen. Diese Tröpfchen enthalten die Bakterien. Eine Vernebelung erfolgt zum Beispile in der Dusche. Es kommt aber auch immer wieder zu Erkrankungen durch kontaminierte Springbrunnen. Bei vermieteten Wohnungen ist der Vermieter verpflichetet Legionellen eregelmäßig messen zu lassen. Im Privathaushalt besteht diese Pflicht nicht. Aber auch hier sollte das Duschwasser regelmäßig überprüft werden. Dafür gibt es den WaLuCheck Legionellen Screening Test.

Die Bakterienbelastung im Trinkwasser ist oft höher als erwartet. Deshalb ist dieser Messwert in allen WaLuCheck Wassertests enthalten.