Acetaldehyd im Mineralwasser

Wie die Stiftung Warentest herausfand, geben Plastikflaschen Acetaldehyd an das Mineralwasser ab. Damit bestätigt die Stiftung Warentest ältere Untersuchungen aus dem Jahr 2007. Besonders Kunststofflaschen von Billiganbietern geben den Stoff vermehrt ab. Im Trinkwasser kann er ebenfalls vorkommen, wenn im öffentlichen Leitungsnetz Kunststoffrohre verbaut wurden, die dieses Aldehyd abgeben.

Auswirkung

Die meisten Menschen kennen die Wirkung dieses Stoffes auf den Menschen. Zum beispiel ist dieses Aldehyd für die unangenehmen Folgeerscheinungen von Alkoholgenuss verantwortlich. Dadurch dass der Alkohol im Organismus in Acetaldehyd umgesetzt wird entsteht der wohlbekannte Kater. Der Abbau des Aldehyds erfolgt nun wesentlich langsamer als der Abbau des Alkohols. Gleichzeitig wirkt das Aldehyd deutlich schädlicher als der Alkohol. Die bekannten Folgen sind Kopfschmerzen und Übelkeit.

Bei längerdauernder Aufnahme wirkt der Stoff mutagen und kanzerogen. Weiter schädigt er Leber und Herz.

Wo kommt der Stoff sonst noch vor?

Acetaldehyd kommt nicht nur in Trinkwasser vor. Es wird auch in der Raumluft gefunden. Sein Gebrauch ist zwar eingeschränkt. Gleichzeitig ist es aber eine wichtige Industriehemikalie. Sie kommt in vielen Stoffen zum Einsatz. Typischerweise sind Lacke, Kunststoffe und Kunstfasern Quellen für das Aldehyd.